… mein Unwesen im Netz.
Ich glaube, es war Anno 1996, als die erste Homepage von mir an den Start ging. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade mal so an die 300.000 deutsche .de Domains bei der DENIC registriert. Mit rudimentären Mitteln hab ich die ersten Seiten erstellt – so weit ich mich erinnere waren es die Domains – derblumenladen.de und cologne-news.de . Anfangs ein echter Horror.
Frontpage und die Browser
Irgendwann platze mir der Kragen über die ärgerlichen Ergebnisse, die ein Editor, wie das erste Frontpage von Microsoft zustande brachten. Also beschloss ich, mal in den Quellcode zu schauen. Ziemlich schnell entdeckte ich die Zusammenhänge und fortan lernte ich täglich etwas mehr über HTML, Quellcodes und das Zusammenspiel von Code und unterschiedlichen Browsern. Man muss erwähnen, das es damals für jeden Browser (Netscape, IE und Co.) auch ein passendes Editor Gegenstück gab. Nur eben keinen, der Codes hervorbrachte, der für alle das gleiche bedeutete.
HTML mit dem Texteditor
Also lernte ich noch ein wenig dazu und schrieb Quellcode – von Hand und aus dem Kopf – und zwar nur das nötigste, um es allen Browsern recht zu machen. Man sollte noch erwähnen, dass es den Beruf “Webdesigner” o. ä. noch nicht gab. Heute werde ich teilweise dafür mit einem eigenartigen Gesichtsausdruck bedacht, wenn “Fachleute” mich auf der Tastatur rumhacken sehen. Zitat: “Es gibt doch Dreamweaver und so …, warum von Hand?”
Ja, da mögen Sie Recht haben, aber dennoch ist der Goldene Füller keine Garant für eine saubere Schrift.
Open Source Systeme
Heute nutze ich je nach gewünschtem Ergebnis auch hilfreiche Arbeitserleichterungen. Zumeist aber aus dem Open Source Bereich, oder nur Edi`s für Freaks, die sich mit keinem Browser verbrüdern. Meine derzeitiges Interesse gilt da eher der Mähr an CMS Systemen, Open Source Shoplösungen usw.
Man geht ja mit der Zeit …
Letztlich empfehle ich heute auch jedem Kunden, der auf mich zukommt, um einen Online-Shop, eine Firmenseite oder sonstige Projekte ins Internet zu stellen, kostenlose Open Source Lösungen empfehle. Nicht das ich ein barmherziger Samariter wäre. Vielmehr sind einige davon echt nicht schlecht. Und letztlich wollen alle eingerichtet und modifiziert werden … was natürlich Zeit und Geld kostet.
Webdesigner weg! Und dann?
Aber was macht ein Kunde, wenn ich mal vom Bus überfahren werde und er eine selbst gebastelte Lösung von mir weiter pflegen will? Nichts! Er kann, darf und wird sie nicht weiter nutzen können. Also lieber etwas, was jeder gute Seitenbauer dann weiter bedienen kann. So ist jedem geholfen.
Aktuell wühle ich mich z. B. durch Magento, OS-Commerce, World-Press, Drupal, Zen und weitere große und kleine OS Module. Für OS, dass ich nun seit der Entstehung nutze, hab ich einige, wenn auch ungewöhnlich Erweiterungen geschrieben. Magento wird grad von mir als Multi-Shop Lösung genutzt, natürlich auf eigenen speziell dafür ausgelegten Servern .
Webdesigner = Freak?
Bin ich ein Freak …? Wer mag sich das schon gern selber eingestehen … vermutlich ja! Bei knapp 200 Domains und Projekten, die ich derzeit betreue, erstelle oder plane, kann man keine vernünftigen Gründe mehr plausibel machen, die dagegen sprechen. Leidenschaft eben. Ich merk auf jeden Fall immer dieses komische Zucken in den Tippfingern, wenn ich ein neues nützliches Teil finde oder schraube …